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Diese früher ganzjährig bewohnte Siedlung im inneren Lengtal liegt zum grössten Teil auf dem Gemeindegebiet von Grengiols. Das Maiensäss zwischen Chumme- und Chriegalpwasser besteht aus einfachen, zwischen 1611 und 1786 erbauten Häusern. Die nördlich des Chriegalpwassers befindlichen Gebäude, darunter die Heiligkreuz-Kapelle, stehen auf dem Gemeindegebiet von Binn.
Die auf einem für das Goms ungewöhnlichen, kreuzförmigen Grundriss erbaute Wallfahrtskapelle des hl. Kreuzes stammt aus dem 3. Viertel des 17. Jahrhunderts. Die Kapelle gehört zu den am meisten besuchten Wallfahrtsorten der Region. Unter den Votivgaben hing bis zu seiner Entwendung im Jahre 1918 ein Halseisen, das der Sage gemäss von einem wunderbar aus türkischer Gefangenschaft befreiten Soldaten stammen soll. Um der Gefangenschaft zu entrinnen, versprach er eine Wallfahrt ins Lengtal. Im Traum begann er die Wallfahrt und ging und ging die ganze Nacht hindurch. Am Morgen erwachte er vor der Heiligkreuz-Kapelle Als Dank für die Rettung hängte er die Fesseln in der Kapelle auf.
Die Wallfahrt ins Lengtal hatte (und hat) überlokale Bedeutung. In der "autolosen" Zeit kamen Wallfahrer aus dem ganzen Oberwallis, öfters in zehn- bis zwanzigstündigen Wegen, zum Gnadenorte. die Kreuzkapelle im Lengtal war ein Wallfahrtszentrum, das von allen Volksschichten in den verschiedenen Anliegen besucht wurde: bei Krankheiten sowohl als auch in rein bäuerlichen Anliegen (schlechte Witterung und Krankheit im Stall). Und bis heute ist die Kreuzkapelle ein oft besuchter Wallfahrtsort geblieben. In dem, in der Kapelle aufgelegten, Pilgerbuch schreiben sich jährlich über 3000 Wallfahrer ein. Das Kapellenfest wird am 14. September (Kreuzerhöhung) gefeiert. Noch heute ist dieser Tag in Binn ein Feiertag.
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